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Ortsteil Sulzheim

Wissens- & Lebenswertes

Sulzheim

ist eine lebendige und lebenswerte Gemeinde mit einem aktiven, verbindenden Gemeindeleben sowie einer attraktiven Infrastruktur. Die Gemeinde liegt im Steigerwaldvorland, im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt und ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft (VGem) Gerolzhofen.

Der Ortsteil Sulzheim ist Namensgeber der Großgemeinde mit ihren vier Ortsteilen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die vorher eigenständige Gemeinde Alitzheim und am 1. Mai 1978 die Gemeinden Mönchstockheim und Vögnitz eingegliedert.

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl stetig von 1782 auf 2010 um 228 Einwohner bzw. um 12,8 %. 2000 hatte die Gemeinde 2051 Einwohner. (Quelle: BayLfStat)

Laut jährlicher Erhebung zählt Sulzheim selbst 840 Einwohner mit ihrem Erstwohnsitz (Stand: 21.12.2021).
Aktuell hat die Gemeinde mit ihren vier Ortsteilen 2046 Einwohner (Stand: 21.12.2021).

Das Dorf wird insbesondere durch sein barockes Schloss, der katholischen Kirche St. Ägidius und sein Naturschutzgebiet „Gipshügel“ mit dem in Deutschland einmaligen Steppenvegetation geprägt.

In bester Lebenslage

Die unmittelbare Nähe zu Gerolzhofen (6 Kilometer) und die verkehrsgünstige Lage nach Schweinfurt (14 Kilometer) macht Sulzheim mit seinen vier Gemeindeteilen zu einem lebenswerten Ort mit besten Voraussetzungen für Beruf, Familie, Nahversorgung und Freizeit.

Ein kurzer, historischer Ausflug

In einem Gipsbruch nördlich von Sulzheim fand man bei einer Grabung im Jahr 1964 ein bereits aus der Zeit um 600 stammendes, frühmittelalterliches Gräberfeld.

Als Teil des Hochstiftes Würzburg – mit einigen Rechten auch des Klosters Ebrach – wurde Sulzheim 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit dem es 1814 an das Königreich Bayern fiel.

Das Amt Sulzheim mit 21 umliegenden Ortschaften sowie Schloss Sulzheim ging 1815 als Abfindung für das Postregal im früheren Großherzogtum Würzburg und im Fürstentum Aschaffenburg an das Haus Thurn und Taxis. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Kultur & Sehenswürdigkeiten

GIPS, eine untrennbare Verbindung – mit unserer Gemeinde

Seit Jahrhunderten wird hier Gips gebrochen und verarbeitet: Häuser und Scheunen bestehen aus Gipsgestein, die örtliche Unkenmühle mahlte nachweislich schon im 16.Jahrhundert Gips zu Pulver und das 1948 gegründete Gipswerk entwickelte sich zum wichtigsten Arbeitgeber des Dorfs.

Das Gipswerk, welches zur Firmengruppe „Südharzer Gipswerke“ gehört, ist für die Gemeinde nicht nur wirtschaftlich bedeutend sondern bietet vielen Bürgerinnen und Bürgern sowie Menschen aus der Region seit Jahrzehnten einen sicheren Arbeitsplatz.

Am 30. Juni 2007 wurde im noch erhaltenen östlichen Teil der ehemals dreiteiligen Zehntscheune des Klosters Ebrach das „GIZ – Gips Informations Zentrum“ eröffnet. Schwerpunkte des Museums bilden die Entstehung und die Geschichte des Abbaus der in Sulzheim anstehenden Grundgipsschichten des Mittleren Keupers. Neben Informationen zur Kristallausbildung dieses Salzes der Schwefelsäure, zu den Verkarstungserscheinungen der oberflächennahen Gipslager und den unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten dieses bedeutendsten Bodenschatzes des Steigerwaldvorlandes, erfährt man Interessantes und Wissenswertes über die Flora und Fauna des überregional bedeutsamen Naturschutzgebietes der Sulzheimer Gipshügel.

Neben einer permanenten Ausstellung, finden im GIZ immer wieder z.B. Sonderausstellungen und Veranstaltungen zu anderen Themen – in enger Zusammenarbeit mit der Tourist-Information Gerolzhofen – statt.

Am Gips Informations Zentrum (GIZ) beginnt auch ein interessanter, sieben Kilometer langer Gipsparcours mit fünf Informationstafeln rund um den Gips zu den Themen Archäologie, Gipswerk, Naturschutz, Abbau, Gipsmühle, Gipshügel und Gebäude aus Gipsstein.

Infrastruktur in Sulzheim

Die Verantwortlichen der Gemeinde haben schon frühzeitig die Weichen für eine attraktive und zukunftsfähige Infrastruktur gestellt und sich für den Erhalt von wichtigen Einrichtungen insbesondere in der Daseinsvorsorge eingesetzt und gesichert.

  • Hierzu gehören z.B. eine hausärztliche Gemeinschaftspraxis, eine Zahnarztpraxis, eine Bäckerfiliale sowie ein Landgasthof & Erlebnishotel, das Schloss-Restaurant und die Sportheim-Gaststätte des FV 09 Sulzheim.
  • Das Fahrradwegenetz wurde in den vergangenen Jahren umfassend ausgebaut und führt von Sulzheim aus in alle Nachbargemeinden.
  • Im Zuge der Dorferneuerung wurde 2011 mit Zuschussmitteln ein großzügiger Rathausplatz und eine Allee entlang des Gipsrundweges neu gestaltet.
  • In der Schule sind derzeit zwei Grundschulklassen untergebracht.
  • Im 1994 bezogenen Kindergarten werden in zwei Gruppen ca. 50 Kinder betreut.
Hier werden die Geschicke gelenkt

Das 1970 erbaute Rathaus von Sulzheim ist nicht nur Sitz der Großgemeinde sondern beherbergt auch das Gerätehaus der örtlichen Feuerwehr. Nach umfassenden Sanierungsmaßnahmen wurden die Amtsgeschäfte in die Gemeindeteile verlegt. Im November 2021 konnten die generalsanierten und nun barrierefreien Amtsräume wieder bezogen werden. 2022 erhält das Rathaus, neben einer neuen Außenfassade, einen Anbau für Sozialräume der Feuerwehr sowie eine öffentlich zugängliche Toilette, die auch außerhalb der Amtsstunden aufgesucht werden kann.

Wo Sport und Geselligkeit zu Hause sind

Mit dem kompletten Neubau eines Sportheims inklusive Gast- und Vereinsräumen, einer Mehrzweckhalle sowie einer Bundeskegelbahn bietet die Sportstätte des FV 09 Sulzheim e.V. seit 1985 nicht nur mehr Bewegungsraum für Sport sondern dient Gemeinde und Vereinen als Fest- und Veranstaltungen.

Das Schloss Sulzheim

liegt im Zentrum des Ortes und prägt das Dorfbild maßgebend. Die Rokoko-Anlage, die 1728 nach zwölfjähriger Bauzeit fertiggestellt wurde, verfügt über ein dreigeschossiger Mittelpavillon mit jeweils zwei seitlichen Flügeln. Errichtet von der Steigerwaldabtei Ebrach in 12-jähriger Bauzeit (1716 – 1728), diente das Anwesen als Amtsschloss. Während der Säkularisierung ging das Schloss in den Besitz des Großherzogtums Würzburg über. Bis ins 20 Jh. wurde die Anlage als fürstliches Forstamt von der Familie Thurn und Taxis verwendet. Heute wird das Schloss privat verwaltet und bietet im historischen Ambiente Raum für Feierlichkeiten, Events und mehr.

Die St.-Ägidius-Kirche und das Pfarrzentrum

befindet sich nicht weit vom Schloss entfernt. Sie erhielt im Jahr 1731 ihre Weihe. 1878 wurde dem Kirchenbau eine Sakristei hinzugefügt und 1932 ein Langhaus und der Turm hinzugefügt.

Seit 1998 bietet das neue Pfarrzentrum Raum für Begegnung (Veranstaltungen, Feiern, Jugend- und Bildungsarbeit).

Das Naturschutzgebiet „Sulzheimer Gipshügel“

liegt auf halbem Weg Richtung Grettstadt. Das etwa 8,3 Hektar große Gebiet bietet mit seiner einzigartigen Steppenvegetation Heimat für eine vielfältige und schützenswerte Pflanzen- und Tierwelt. Ein Ausflugsziel, dass zu jeder Jahreszeit zu faszinieren weiß.

Quellen: Zusammentrag aus Gemeindearchiv; ergänzt durch Auszüge aus Wikipedia sowie Denkmalpflegerische Erhebungsbögen „Dorferneuerung Sulzheim“ (Auftraggeber: Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken; Verfasser: transform – Mag. phil. Alexandra Baier (Stadtbauhistorikerin), Dipl. Geograph Armin Röhrer (Angewandte Historische Geographie und GIS-Anwendungen), freie Mitarbeit: Julia Merz M.A., Bamberg.