ORTSTEILE

Startseite/Gemeinde/Ortsteile/Ortsteil Alitzheim

Ortsteil Alitzheim

Wissens- & Lebenswertes

Alitzheim

ist der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde Sulzheim und liegt in der weiten Ebene, die sich zwischen Main und Steigerwald von Gerolzhofen bis nach Schweinfurt ausdehnt. Der Ort wurde bereits 1972 nach Sulzheim eingemeindet. Seine rund 650 Hektar große Flur ist zu einem Zehntel mit Wald bedeckt. Wegen der Nähe zu größeren Seen, wie dem Alten See, dem Hörnauer See und dem Schwanensee, war Alitzheim bis in die 60er Jahre das einzige Storchendorf im damaligen Landkreis Gerolzhofen.

Landwirtschaftlich ist Alitzheim ganz besonders durch seinen Spargel- und Gurkenanbau bekannt. Ein besonderes Highlight ist das beliebte Spargelfest, welches alljährlich im Mai durch den örtlichen Musikverein veranstaltet wird.

Laut jährlicher Erhebung zählt Alitzheim 648 Einwohner mit ihrem Erstwohnsitz (Stand: 21.12.2021).

In bester Lebenslage

Die Gemeinde liegt direkt an der Bundesstraße 286, die direkt an die Autobahnen A3 und A70 anknüpft. Alitzheim verfügt zudem über eine Umgehungsstraße der Staatsstraße 2272. Die unmittelbare Nähe zu Gerolzhofen (4 Kilometer) und die verkehrsgünstige Lage nach Schweinfurt (16 Kilometer) sorgt für kurze Wege für die regionale Nahversorgung oder dem Arbeitsplatz. Dieser Standortvorteil, das vielfältige Vereins- und Kulturangebot sowie ein Kindergarten machen Alitzheim besonders für junge Familien zu einem attraktiven Wohnort.

Ein kurzer, historischer Ausflug

Alitzheim wurde erstmals im Jahre 1127 im Stiftungsbrief des Zisterzienserklosters Ebrach als „Alotzheim“ urkundlich erwähnt. Archäologische Funde beweisen jedoch, dass der Ort um das Jahr 600 in einer dem Hörnauer Wald abgewonnenen Mark als „Heim des Adalolf oder Adelolf“ entstanden ist. Später teilten sich das Hochstift Würzburg, das Kloster Fulda, die Grafen von Höchstadt und Graf Gebhard von Sulzbach die Herrschaft. Bis 1137 wandelten die Zisterzienser das Dorf zu einem ihrer Amtssitze um.

Im Jahr 1553 verwüsteten die Truppen des Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Ansbach die Alitzheimer Gemarkung und drohten der Bevölkerung mit Brandschatzung. Im Dreißigjährigen Krieg scheiterten die kaiserlichen Gallatschen Reiter an der starken Befestigung der Stadt Gerolzhofen und steckten Alitzheim und einige weitere Orte der Umgebung in Brand.

Erneut wurde der Ort im Zweiten Weltkrieg zerstört. Am 10. April 1945 versuchte eine SS-Junkerschule aus München den amerikanischen Vormarsch zu bremsen und begann auf die anrückenden Panzerverbände zu schießen. In der Folgezeit wurde das Dorf von den amerikanischen Soldaten beschossen. Später entwickelten sich Straßenkämpfe, bei denen mehrere Gebäude ein Raub der Flammen wurden.

Wesentlich an Bedeutung gewann das Dorf durch seinen Bahnhof an der 1903 eröffneten Bahnlinie von Gerolzhofen nach Schweinfurt. Ganz besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl durch die großzügige Bereitstellung von Bauland und den Anschluss an den 1968 fertiggestellten Autobahnzubringer B 286. Mit einer eigenen Auffahrt zu dieser kreuzungsfreien Schnellstraße kann man das 16 Kilometer entfernte Schweinfurt mit dem PKW in etwa 15 Minuten erreichen.

Im Jahre 1957 wurde in Alitzheim das erste neue Landschulhaus im damaligen Landkreis Gerolzhofen nach dem Krieg eingeweiht. Ein Gebäude, das seit 1983 als Kindergarten Verwendung findet. 1968 konnte in Verbindung mit der alten Barockkirche ein großes neues Gotteshaus mit 500 Sitzplätzen eingeweiht werden.

Kultur & Sehenswürdigkeiten

Der Dorfplatz – Mittelpunkt des Gemeindelebens

Der 2008 im Zuge der Dorferneuerung neugestaltete Dorfplatz bildet mit seiner Barockkirche und dem Gemeindehaus das Zentrum von Alitzheim.

Wahrzeichen des Ortes ist die im Jahre 1731 eingeweihte Barockkirche mit ihrem markanten Turm und ihrer künstlerisch wertvollen Ausstattung. Bei der von 1986 bis 1988 durchgeführten Renovierung stieß man bei Grabungen auf Fundamente bzw. Pfostengruben von vier Vorgängerkirchen, die bis in die Zeit der fränkischen Landnahme zurückgehen. Wenn Alitzheim auch erstmals im Jahre 1127 im Stiftungsbrief des Zisterzienserklosters Ebrach urkundlich erwähnt wird, so beweisen diese Funde jedoch, dass der Ort um das Jahr 600 in einer dem Hörnauer Wald abgewonnenen Mark als „Heim des Adalolf“ entstanden ist.

Das Gemeindehaus in Alitzheim ist Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger und beherbergt ein Amtszimmer für Bürgersprechstunden und Verwaltungsaufgaben. Auch die örtliche Feuerwehr hat hier samt Einsatzfahrzeugen und Equipment ihr Domizil. Ein großer Gemeinschafts- und Mehrzweckraum steht für Veranstaltungen, Schulungen der Feuerwehr und als Proberaum des Gesangsvereins zur Verfügung. Zusätzlich befinden sich im Gemeindehaus Sozialräume für Feuerwehr sowie Gesangsverein. Toiletten können während der Öffnungszeiten, bei Veranstaltung im Gemeindehaus sowie bei festlichen Veranstaltungen auf dem Dorfplatz aufgesucht werden.

Gemeinschaft leben und erleben

Eine bedeutende und generationsverbindende Rolle kommt der DJK Alitzheim zu. Sie ist nicht nur Zentrum für Sport, Freizeit und Vereinsleben sondern bietet zudem durch ein kulturell vielseitiges und facettenreiches Angebot eine wichtige Grundlage für ein aktives, attraktives und funktionierendes Gemeindeleben.

Die 1999, neben dem bewirtschafteten Sportheim, auf ihrem Sportgelände in Betrieb genommene Sport- & Mehrzweckhalle bietet nicht nur ideale Voraussetzungen für vielfältige, sportliche Aktivitäten und Wettkämpfe sondern – mit 400 Sitzplätzen – Raum für Konzerte, Theateraufführungen und andere kulturelle Veranstaltungen.

Ein besonderes Highlight

Comedy und Theater gehören seit über 20 Jahren zur DNA der Gemeinde Alitzheim und insbesondere der DJK. Regelmäßig stattfindende Events mit regionalen und national bekannten Kabarettisten und Comedians erfreuen sich zunehmend überregionaler Beliebtheit.

Die Liste der Protagonisten ist lang und wird stetig länger:
Michl Müller, Bruno Jonas, Chris Boettcher, Bodo Bach, Wolfgang Krebs, Django Asül, Günter Grünwald, Sebastian Reich alias Pierre Ruby mit Amanda, Heißmann & Rassau, Josef Brustmann, Bernd Händel, die Well-Brüder aus´m Biermoos, Lubber & Babbo, die Altneihauser Feierwehrkappelln und viele mehr …

Quellen: Zusammentrag aus Gemeindearchiv; ergänzt durch Auszüge aus Wikipedia sowie Denkmalpflegerische Erhebungsbögen „Dorferneuerung Sulzheim“ (Auftraggeber: Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken; Verfasser: transform – Mag. phil. Alexandra Baier (Stadtbauhistorikerin), Dipl. Geograph Armin Röhrer (Angewandte Historische Geographie und GIS-Anwendungen), freie Mitarbeit: Julia Merz M.A., Bamberg.