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Ortsteil Vögnitz

Wissens- & Lebenswertes

Vögnitz

ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Sulzheim, wurde am 1. Mai 1978, zeitgleich mit Möchstockheim, eingemeindet. Vögnitz liegt beschaulich zwischen Mönchstockheim und Bischwind im Steigerwaldvorland nur ca. 6 km vom beliebten Ausflugsziel „Zabelstein“ entfernt. Am Ort führt die Verbindung von Sulzheim und Mönchstockheim nach Bischwind und Dingolshausen randlich im Südwesten vorbei. Nach Norden führen von einem Hohlwegefächer ausgehend Ortsverbindungen nach Kleinrheinfeld und Traustadt. Nach Osten führt eine Ortsverbindung nach Hundelshausen. Die Kreisstadt Gerolzhofen mit ihrem großen Angebot an Fachgeschäften, Supermärkten, Gastronomie, Kultur, Freizeit und Bildung liegt ebenfalls nur ca. 6 km entfernt.

Vögnitz zeigt eine bis heute weitgehend unberührte Einbettung in die sie umgebende Kulturlandschaft. Die Lage am Rand einer Bachaue haben zwar alle vier Or tsteile gemeinsam. Anders als bei den anderen Orten, ist hier der Auenrand im Norden und Osten von hohen, am Bach stehenden Bäumen gesäumt, während sich der Ort nach Süden in Richtung Bischwind zur Landschaft hin öffnet. Entlang des Bachlaufes erstrecken sich noch ausgedehnte Obstbaumgärten, durch die zum Teil noch Zufahrten in die jeweiligen Hofstellen führen und damit noch einen Eindruck von der einstigen Bedeutung der Landwirtschaft für Vögnitz geben.

Von Vögnitz aus blickt man auf die malerisch auf einer Anhöhe liegende Wahlfahrtskapelle „Maria Hilf“. Von der Kapelle hat man eine perfekte Aussicht auf den Steigerwald und sein Vorland – der ideale Ort, um zu heiraten.

Laut jährlicher Erhebung leben in Vögnitz 114 Einwohner mit ihrem Erstwohnsitz (Stand: 21.12.2021).

Ein kurzer, historischer Ausflug

Die Endung „-itz“ deutet auf slawischem Ursprung; der Ort ist mutmaßlich älter oder ungefähr genauso alt wie die benachbarten Orte mit der Endung „-heim“ oder „-hausen“, die auf frühmittelalterliche fränkische Besiedlung hinweißen. Der höchstwahrscheinlich aus dem Slawischen stammende Ortsname wurde als Fuchsstätte oder als Kuchen/Rundling gedeutet. Vögnitz könnte bereits in der Zeit um ca. 632 begründet worden sein.

1230 wird das Dorf eindeutig als Vocheuze/Vochenz/Vochnitz erstmals in einem Lehensbrief des Würzburger Bischofs Herrmann von Lobdeburg über seine Güter in Bischwinden und Vochenze erwähnt. Ursprünglich war der Ort ein Pfründgut des Würzburger Domkapitels. Ein stattlicher Hof mit Vierecksanlage erinnert noch daran.

1529 schlossen sich die Vögnitzer und Bischwinder dem lutherischen Glauben an, wie er von den Herren von Schaumberg zu Traustadt eingeführt wurde.

1804 wurde in Vögnitz erstmals eine eigene (Filial)-Kirche St. Anna errichtet.

1803 wurden alle geistigen Herrschaften, Klöster und alle ritterschaftlichen Herrschaften aufgelöst. Vögnitz stand dann ab 1818, wie die anderen Dörfer, für 30 Jahre unter der Verwaltung des Patrimonialgerichtes des Fürsten von Thurn und Taxis in Sulzheim. 1862 kam Vögnitz zum Bezirksamt Gerolzhofen, wo die Landgerichte Sulzheim und Gerolzhofen vereinigt wurden.

1978 wurde der Ort in die Großgemeinde Sulzheim eingemeindet.

1989 riss man das alte Gemeindehaus ab und errichtete ein neues Gebäude, das dann sowohl als Gemeinde- als auch Feuerwehrhaus diente.

Gemeinschaft leben und erleben

Umgeben von Wald- und Kulturlandschaft kommt man in Vögnitz dem Grundsatz „Leben in der Natur“ sehr nahe – ein Ort, für all diejenigen, die es ein wenig ruhiger und beschaulich lieben, aber dennoch Wert auf kurze Wege, eine gute Infrastruktur und Nahversorgung legen. Durch die geringe Ausdehnung des Dorfes steht man schon nach wenigen Schritten mitten in der Natur.

  • Das dörfliche Gesellschaftsleben und ein aktives Vereinsleben mit umfassenden Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung aber auch für das Ehrenamt bietet die Freiwilllige Feuerwehr und der Gartenbauverein. Das alljährlich stattfindende Maifest auf dem Spielplatz wird von beiden gemeinsam veranstaltet.
  • Frei nach dem Motto „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“ hat man sich in Vögnitz zunehmend der Pferdezucht (Connemara-Zucht) verschrieben und sich auch in Fachkreisen und bei Pferdeliebhabern einen Namen gemacht. Etwa 60 Pferde steigern die „Anwohnerzahl“ daher beträchtlich. Auf zwei Einwohner kommt somit ein Pferd. Pferdekoppeln prägen daher an verschiedenen Stellen das Ortsbild.
  • Die Verantwortlichen der Gemeinde haben in den vergangenen Jahren, durch verschiedene Maßnahmen zu einer deutlichen Aufwertung und Verschönerung des Dorfes gesorgt. Ein neues Baugebiet ist in Planung.
  • Mittelpunkt des Dorfes sind die im Jahre 1806 erbaute Filialkirche St. Anna und das 1990 fertiggestellte Gemeinde- und Feuerwehrhaus.
  • Das Gemeindehaus in Vögnitz ist Anlaufstelle für alle Bürgerinnen und Bürger und beherbergt ein Amtszimmer für Bürgersprechstunden und Verwaltungsaufgaben. Der Gemeindesaal wird von der örtlichen Feuerwehr betrieben und bietet Raum für unterschiedliche Nutzung und Aktivitäten.
  • Neben Veranstaltungen (z.B. Kirchweih) wird das räumliche Angebot auch für Seniorennachmittage genutzt (oft bis zu 25 Personen – z.T. auch aus anderen Ortsteilen).
  • Der Saal kann auch für private Feiern gemietet werden. In der gut ausgestatteten Küche wurden im Rahmen der Kirchweih schon bis zu 120 ausgegeben und bietet somit auch beste Voraussetzungen für z.B. Caterer (Catering-Services).
  • Das Gemeindehaus verfügt zudem über einen Treppenlift für Menschen mit Handicap. Dieser wird insbesondere von den Senioren bei den regelmäßig stattfindenden Seniorennachmittagen gerne genutzt.
  • Behindertengerechte WCs können während der Öffnungszeiten und bei Veranstaltung benutzt werden.
  • Die Nähe zu Gerolzhofen (4,4 km) mit ihrer großen Auswahl an Fachgeschäften, Supermärkten, Gastronomie, einem attraktiven Kultur- und Bildungsangebot (Museen, Stadtbibliothek, Bildungseinrichtungen: VHS, Musikschulen, Grundschulen, Mittelschule, Realschule, Gymnasium, etc.) sowie Sport- & Freizeiteinrichtungen (z.B. das GEOMARIS Freizeitbad mit Saunagarten, Trimm-dich-Pfad, Freizeitpark, Modellflugplatz, etc.) aber auch Behörden und Ämter, Apotheken, Fach- und Allgemeinärzte sowie der GEOMED-Kreisklinik).
  • Vorschulkinder können die Kindergärten der nahegelegenen Ortsteile in Alitzheim und Sulzheim besuchen. Die Einrichtungen bieten beste Voraussetzungen für soziales, musisches, schöpferisches und kognitives Lernen und Tun.

Überzeugende Argumente sich in Vögnitz wohl zu fühlen.

Quellen: Zusammentrag aus Gemeindearchiv; ergänzt durch Auszüge aus Wikipedia sowie Denkmalpflegerische Erhebungsbögen „Dorferneuerung Sulzheim“ (Auftraggeber: Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken; Verfasser: transform – Mag. phil. Alexandra Baier (Stadtbauhistorikerin), Dipl. Geograph Armin Röhrer (Angewandte Historische Geographie und GIS-Anwendungen), freie Mitarbeit: Julia Merz M.A., Bamberg.